Entladeschlussspannung ist ein wichtiger Parameter für die Lebensdauer von Lithiumbatterien. Daher sollte die Bedeutung dieses Konzepts klargestellt werden. Mit Lithiumbatterien sind hier insbesondere Li-Ionen-Batterien gemeint.
Die Abschaltspannung einer Lithiumbatterie bedeutet, dass sie nicht weiter entladen werden darf, wenn die Spannung eine bestimmte Grenze erreicht. Andernfalls wird die Kapazität der Lithiumbatterie irreversibel verloren gehen oder die Batterie ernsthaft beschädigt werden. Die Nennspannung einer einzelnen Lithiumbatterie beträgt im Allgemeinen 3.7 V und die Abschaltspannung 2.75 V. In den folgenden zwei Fällen können Hersteller die Abschaltspannung jedoch auf 3.0 V erhöhen: Zum einen, um die Batterie sicherer zu verwenden, zum anderen, um bestimmte elektrische Geräte und Betriebsumgebungen zu berücksichtigen. Natürlich können Hersteller die Abschaltspannung auch auf 2.5 V oder 2.4 V senken. Eine Abschaltspannung unter 2.4 V gibt es nicht.
Bei einer Betriebstemperatur von -20 bis 60 °C können Lithiumbatterien mit einer Abschaltspannung von 2.75 V weiter entladen werden. Eine Entladung mit einer Spannung unter 2.5 V ist jedoch nicht zulässig, da der Entladeverlust zwischen 2.75 V und 2.5 V teilweise sein kann, eine Entladung unter 2.5 V jedoch zu schweren Schäden an der Batterie führt.
Lithium-Akkupacks, oft auch als Mehrzellen-Lithium-Akkus bezeichnet, haben ebenfalls eine Entladeschlussspannung, die nicht unter 2.75*n (n ist die Seriennummer) liegen sollte. Nehmen wir beispielsweise einen 6-Zellen-Lithium-Akkupack für Laptops. Die Entladeschlussspannung dieses Lithium-Akkus mit 3S2P-Kombination beträgt 2.75 V*3 = 8.25 V, und 2.5 V*3 = 7.5 V sind in der Praxis nicht zulässig.
Aufgrund der hohen Preise für Lithium-Ionen-Akkus sind sowohl einzelne als auch mehrzellige Lithium-Akkus mit PCM oder Schutz-IC ausgestattet, sodass die Akkus bei Erreichen der Abschaltspannung ein Signal an die elektrischen Geräte senden.

