
Ein thermisches Durchgehen in Lithiumbatterien ist eine ernsthafte Gefahr. Dieses Phänomen führt zu einer selbstbeschleunigenden Reaktion der Batterien, die extrem hohe Temperaturen und heftige Zellbelüftung verursacht. Lithium-Ionen-Batterien können überladen werden oder versagen, was zu katastrophalen Ereignissen führen kann. Aktuelle Daten zeigen thermisches Durchgehen in Batterien stört jede Woche Flüge, was den Nachweis erbringt, dass das Risiko weiterhin kritisch ist.
Key Take Away
Ein thermisches Durchgehen tritt auf, wenn Lithiumbatterien überhitzen und eine Kettenreaktion auslösen, die Brände oder Explosionen verursacht.
Durch frühzeitige Erkennung mithilfe moderner Sensoren und leistungsstarker Batteriemanagementsysteme können gefährliche Ausfälle verhindert und die Sicherheit der Batterien gewährleistet werden.
Durch die Verwendung sichererer Materialien, guter Kühlung und intelligenter Konstruktion werden Risiken verringert und die Ausbreitung eines thermischen Durchgehens in Batteriepacks verhindert.
Teil 1: Thermisches Durchgehen bei Lithiumbatterien

1.1 Auslöser und Ursachen
Sie müssen die Hauptauslöser verstehen, die ein thermisches Durchgehen in Lithiumbatterien auslösen, insbesondere bei der Verwaltung von Batteriepacks für kritische B2B-Anwendungen wie Medizin, Robotik, Sicherheitdienst, Infrastruktur, Unterhaltungselektronik und industriell Sektoren. Die Auslöser lassen sich in zwei große Kategorien einteilen: extern und intern.
Externe Auslöser sind häufig: thermische (hohe Temperaturen), mechanische (Quetschen, Durchstechen) und elektrische (Überladung oder Tiefentladung) Einflüsse. Diese können die Batterie schnell erhitzen, interne Strukturen beschädigen oder den Betrieb der Batterie außerhalb der sicheren Spannungsgrenzen erzwingen. Zu den internen Auslösern zählen Herstellungsfehler wie metallische Verunreinigungen oder fehlerhafte Separatoren sowie das Wachstum von Lithiumdendriten bei Überladung oder Hochstrom-Laden/-Entladen. Diese Probleme können interne Kurzschlüsse verursachen, die eine der Hauptursachen für thermisches Durchgehen in Batterien sind.
TIPP: Überladung und Hochstromladen/-entladen Beschleunigen Sie die Lithiumbeschichtung und die SEI-Zersetzung, wodurch das Risiko interner Kurzschlüsse und schneller Wärmeentwicklung steigt. Auch die Alterung der Batterie und eine schlechte Montage erhöhen die Ausfallwahrscheinlichkeit.
1.2 Kettenreaktionsprozess
Sobald ein Auslöser den thermischen Durchgehen in Lithiumbatterien auslöst, kommt es zu einer schnellen, sich selbst beschleunigenden Kettenreaktion. Dieser Prozess verläuft in mehreren Phasen:
Erstes Aufheizen: Die Batterietemperatur steigt schnell an und erreicht oft 150 °C bis 180 °C. Dies löst exotherme Reaktionen im Elektrolyt und den Elektrodenmaterialien aus.
SEI-Aufschlüsselung: Die feste Elektrolytgrenzfläche (SEI) auf der Anode zersetzt sich zwischen 80 °C und 120 °C, wodurch die Anode dem Elektrolyten ausgesetzt wird und Wärme und Gase freigesetzt werden.
Separatorschmelzen: Bei etwa 130 °C schmilzt der Separator und es kommt zu einem direkten Kontakt zwischen den Elektroden. Dies führt zu weit verbreiteten internen Kurzschlüssen und starker Joule-Erhitzung.
Elektrolyt- und Elektrodenreaktionen: Die Reaktionen zwischen den freiliegenden Elektroden und dem Elektrolyt erzeugen mehr Wärme und brennbare Gase wie Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Methan.
Druckaufbau und Entlüftung: Bei einem thermischen Durchgehen freigesetzte Gase erhöhen den Innendruck. Zur Warnung kann aus dem Batteriegehäuse Rauch oder Gas austreten.
Gehäusebruch und Auswurf: Steigt der Druck weiter an, reißt das Gehäuse und es treten heiße Gase, Flammen und manchmal geschmolzenes Metall aus.
Zündung und Ausbreitung: Die beim thermischen Durchgehen freigesetzten brennbaren Gase können sich entzünden und einen Brand oder eine Explosion verursachen. Die extreme Hitze kann sich auf benachbarte Zellen ausbreiten, insbesondere bei dicht gepackten Batteriemodulen.
Sauerstofffreisetzung: Durch die Kathodenzerstäubung wird intern Sauerstoff zugeführt, wodurch die Verbrennung auch ohne Außenluft aufrechterhalten wird.
Emission giftiger Gase: Es werden giftige und ätzende Gase wie Fluorwasserstoff freigesetzt, die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.
Kaskadeneffekt: Die Kettenreaktion kann ganze Batteriesätze erfassen und zu großflächigen Bränden und Explosionen führen, die nur schwer zu löschen sind.
Hinweis: Die bei einem thermischen Durchgehen freigesetzten Gase erhöhen nicht nur die Brandgefahr, sondern schaffen auch giftige und ätzende Umgebungen, was die Notfallmaßnahmen erschwert.
1.3 Wichtige Risikofaktoren
Sie müssen die wichtigsten Risikofaktoren erkennen, die die Wahrscheinlichkeit eines thermischen Durchgehens bei Batterien erhöhen, insbesondere bei großen Lithium-Batteriepacks:
Interne Kurzschlüsse: Wird häufig durch Herstellungsfehler, mechanische Beschädigungen oder Lithiumdendritenwachstum verursacht.
Erhöhte Temperaturen: Hohe Temperaturen beschleunigen die SEI-Zersetzung und den Elektrolytabbau, wodurch Wärme und Gase freigesetzt werden.
Überladung: Das Überschreiten sicherer Spannungsgrenzen löst SEI und Elektrolytzerfall aus und erhöht das Risiko eines thermischen Durchgehens in Batterien.
Schlechtes Wärmemanagement: Durch unzureichende Wärmeableitung kann sich Wärme ansammeln und zwischen den Zellen ausbreiten.
Exotherme Reaktionen: Chemische Reaktionen innerhalb der Zellen erzeugen Hitze und brennbare Gase, die während des thermischen Durchgehens freigesetzt werden.
Dichte Zellpackung: Dicht gepackte Zellen erleichtern die Wärmeübertragung und kaskadierende Ausfälle.
Mechanischer Schaden: Durch physikalische Einwirkungen kann es zu internen Kurzschlüssen kommen.
Alterung und Abbau: Durch die Alterung der Batterie verringert sich die Kapazität und die Anfälligkeit für interne Kurzschlüsse steigt.
Das thermische Durchgehen von Lithiumbatterien lässt sich nur schwer stoppen, sobald es einmal begonnen hat. Die internen exothermen Reaktionen erzeugen übermäßige Hitze und Gase, was zu schnellen Temperatur- und Druckanstiegen führt, die sich nur schwer ableiten lassen. Externe Sensoren erkennen Warnsignale – wie Gasaustritt, Spannungsabfall oder Anstieg der Oberflächentemperatur – oft erst, wenn bereits irreversible Schäden aufgetreten sind. Während der Inkubationszeit kommt es zu internem Masseverlust und Druckänderungen, die durch herkömmliche Überwachungssysteme nicht rechtzeitig erkannt werden können.
Alarm: Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend. Sobald ein thermisches Durchgehen einsetzt, beschleunigen sich die innere Hitze und die freigesetzten Gase unkontrolliert, was zu Feuer und Explosionen führen kann. Fortgeschrittene Batteriemanagementsysteme (BMS) mit internen Temperatur- und Drucksensoren bieten die beste Möglichkeit für ein rechtzeitiges Eingreifen.
Designfunktionen auf Systemebene können dazu beitragen, das Risiko einer Ausbreitung zu verringern. Sie können verwenden Phasenwechsel-Verbundwerkstoffe, vergrößern Sie den Abstand zwischen den Zellen und integrieren Sie Wärmebarrieren, um Wärme zu absorbieren und die Ausbreitung eines thermischen Durchgehens in Batterien zu verhindern. Robust Wärmemanagementsysteme, wie Flüssigkeitskühlung oder Hybridsysteme, erhöhen die Sicherheit von Lithium-Batteriepacks zusätzlich.
Teil 2: Folgen und Prävention bei Lithium-Ionen-Batterien

2.1 Gefahren des thermischen Durchgehens
Sie müssen sich der schwerwiegenden Folgen von Batteriebränden durch thermisches Durchgehen bewusst sein. Wenn eine Lithium-Ionen-Zelle ausfällt, kann sie Temperaturen von über 1000 °C erreichen. Diese extreme Hitze breitet sich schnell aus, entzündet benachbarte Zellen und löst eine Kettenreaktion aus. Folgende Gefahren treten häufig auf:
Batteriebrände und -explosionen, die schwer zu löschen sind und über längere Zeit brennen können.
Freisetzung von brennbaren und giftige Gase, einschließlich Fluorwasserstoff, Kohlenmonoxidund flüchtige organische Verbindungen. Diese Gase können die sicheren Expositionsgrenzwerte überschreiten und ernsthafte Gesundheitsrisiken darstellen.
Schneller Temperaturanstieg und Druckaufbau, was zu heftigem Entlüften oder Ausstoßen heißer Gase und geschmolzener Materialien führt.
Ausbreitung von Fehlern in großen Batteriepaketen, insbesondere bei Bränden in Elektrofahrzeugen oder Energiespeichersystemen.
Strukturelle Schäden an Batteriegehäusen, wodurch mehr Zellen Sauerstoff und externer Hitze ausgesetzt werden können.
Alarm: Giftige Gase aus Batteriebränden können sich weit über die unmittelbare Umgebung hinaus ausbreiten und die Luftqualität für Ersthelfer und Anlagenpersonal gefährden.
2.2 Präventionsstrategien
Sie können die Batteriesicherheit durch verschiedene Präventionsstrategien verbessern. Materialverbesserungen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Verwenden Sie Phasenwechselmaterialien, Keramikbeschichtungen und sicherere Chemikalien wie Lithiumeisenphosphat (LFP), um die thermische Stabilität zu verbessern. Moderne Wärmebarrieren und Kühlsysteme wie Flüssigkeitskühlung oder Lüfterkühlung helfen, die Wärme zu kontrollieren und die Ausbreitung von Ausfällen zu verhindern. Integrieren Sie Materialien mit positivem Wärmekoeffizienten (PTC) und thermoresponsive Polymere in Separatoren und Elektrolyte, um die Leitung bei Überhitzung zu unterbrechen.
Frühwarnsysteme sind unerlässlich, um thermisches Durchgehen zu verhindern. Abgassensoren, Wärmebildgebung und elektrische Überwachung können ungewöhnliche Zustände Minuten vor Ausbruch eines Brandes erkennen. Diese Technologien ermöglichen es Ihnen, Maßnahmen zu ergreifen, bevor der Schaden eskaliert. Weitere Informationen zu verantwortungsvoller Beschaffung und Nachhaltigkeit finden Sie in unserem Nachhaltigkeitserklärung kombiniert mit einem nachhaltigen Materialprofil. Erklärung zu Konfliktmineralien.
2.3 Batteriemanagement und Systemsicherheit
Sie sollten robuste Batteriemanagementsysteme (BMS) implementieren, um Spannung, Stromstärke und Temperatur in Echtzeit zu überwachen. Ein gut konzipiertes BMS kann den Ladevorgang unterbrechen, fehlerhafte Zellen trennen und Spannungen ausgleichen, um die Belastung der Batterien zu reduzieren. Fortschrittliche BMS-Lösungen bieten zudem drahtlose Überwachung, frühzeitige Fehlererkennung und die Integration in Brandschutzsysteme. In batteriesicherheitsrelevanten Anwendungen in Branchen wie Medizin, Robotik, Sicherheitssystemen und Infrastruktur sind diese Funktionen von entscheidender Bedeutung.
Zu den bewährten Vorgehensweisen für die Batteriesicherheit gehören:
Aufrechterhaltung der Temperaturregelung innerhalb der empfohlenen Bereiche.
Einsatz von auf Ihren Batterietyp abgestimmten Brandmelde- und Löschsystemen.
Regelmäßige Inspektion und Wartung der Akkupacks.
Weitergabe von Sicherheitsdaten an Behörden und Versicherungsanbieter.
Auslagerung der Lagerung an Einrichtungen mit etablierten Sicherheitsprotokollen.
TIPP: Fortschrittliche Überwachungssysteme mit mehrdimensionalen Sensoren können bis zu mehreren Stunden vor dem thermischen Durchgehen frühzeitig warnen, sodass Sie eingreifen und katastrophale Batteriebrände verhindern können.
Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung katastrophaler Ausfälle von Lithium-Ionen-Batterien.
Thermisches Durchgehen verstehen hilft Ihnen, sicherere Systeme zu entwerfen und Vorschriften einzuhalten.
Früherkennung und robuste Managementsysteme Risiken reduzieren und die Zuverlässigkeit verbessern.
Bleiben Sie über neue Sicherheitstechnologien informiert, um Ihren Betrieb und Ihre Mitarbeiter zu schützen.
FAQ
1. Wie lässt sich ein thermisches Durchgehen in Lithium-Akkupacks am schnellsten erkennen?
Sie können erweiterte Sensoren in Ihrem Batteriemanagementsystem verwenden. Abgaserkennung und Echtzeit-Temperaturüberwachung warnen frühzeitig vor thermischen Durchgehen.
2. Wie geht es? Large Power Lithiumbatterielösungen für industrielle Anwendungen anpassen?
Large Power entwirft kundenspezifische Akkupacks für Ihre spezifischen Bedürfnisse. Sie können erkunden kundenspezifische Batterielösungen für Robotik-, Medizin- und Infrastrukturprojekte.
3. Welche Lithiumbatteriechemie bietet die höchste thermische Stabilität?
Chemie | Thermische Stabilität | Sauerstofffreisetzung | Typische Anwendungen |
|---|---|---|---|
Lithiumeisenphosphat (LFP) | Hoch | Non | Medizin, Sicherheit, Infrastruktur |
Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) | Moderat | Ja | Unterhaltungselektronik, Elektrofahrzeuge |
Tipp: Wählen Sie LFP für maximale Sicherheit in Hochrisikoumgebungen.

